Wenn die Zwangspause zum Katalysator wird


Rafael Nadal hat auf der ATP Tour ein triumphales Comeback gefeiert. Der Mallorquiner, der seit Wimbledon kein Spiel mehr bestritten hatte, liess Richard Gasquet in Peking nicht den Hauch einer Chance und gab gerade einmal 4 Games ab. Nadal ist nicht der einzige, der nach einer längeren Pause zu Bestform aufläuft.

Cilic wie aus dem Nichts zum Grand-Slam-Triumph

War es bei Nadal eine Verletzung, die ihn zu einer längeren Pause zwang, so mussten Marin Cilic und Viktor Troicki aus anderen Gründen aussetzen. Beide wurden wegen eines Dopingvergehens respektive einer verweigerten Probe für längere Zeit gesperrt. Dass eine solche Zwangspause kein Nachteil sein muss, stellen sie derzeit eindrücklich unter Beweis.
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Schlagabtausch: Reformen bei Grand-Slam-Turnieren?


Svenja: Hallo René. Es freut mich, dich heute zum Schlagabtausch begrüssen zu dürfen. Die wichtigste Regel vorneweg: Es sind ausschliesslich verbale Treffer gestattet! :) Nein, im Ernst: Mit den US Open steht uns das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres bevor und ich dachte, das wäre doch der richtige Zeitpunkt, um über eventuelle Reformen (oder eben nicht) nachzudenken. Deshalb meine Frage: Wenn du etwas am jetzigen Format ändern könntest, was wäre das?

René: Hi Svenja! Ich werde mein Möglichstes tun, überhalb der Netzkante zu bleiben ;). Die Slams sind durchaus ein Fall für sich und die US Open sowieso, da sie das Herrenfinale auf Montag gelegt haben und als einziger Slam den dritten beziehungsweise fünften Satz nicht ausspielen. Ich würde erstmal klein anfangen und vor allem beim zweiten Punkt ansetzen – die Form von “Sudden Death” in einem der vier wichtigsten Turnieren widerstrebt mir schon vom Prinzip her und während sie für den Rest des Jahres sinnvoll sein mag, bitte nicht bei den Slams. Das Ganze mag zwar der wahnsinnig kommerzialisierten Veranstaltung, die die US Open vor allem bezüglich der TV-Rechte sind, entgegenkommen, aber sonst spricht eigentlich alles für das Ausspielen des letzten Satzes. Oder wie siehst du das?

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Die 10 skurrilsten Namen im Tennissport

Dass es nicht immer einfach ist, mit einem etwas komplizierten Namen durchs Leben zu schreiten, weiss ich aus eigener Erfahrung nur zu gut. Meinen Nachnamen (Mastroberardino) habe ich schon in allen möglichen Varianten gelesen und gehört. Das negative Highlight war, als ich einmal fast meinen Flug verpasst habe, weil die Buchung auf den Namen “Herr Dino Mastroberar” lautete.

Auch im Tenniszirkus gibt es den einen oder anderen Zungenbrecher. Wir haben für euch die Top 10 der kompliziertesten und lustigsten Vor- und/oder Nachnamen aus der grossen weiten Welt des Tennissports zusammengetragen.

10. Bastian Trinker: Ob sein Name Programm ist? Das hoffen wir natürlich nicht. Eskapaden des 24-jährigen Österreichers sind uns jedenfalls keine bekannt. Die Leistungen des Weltranglisten-317. können sich sehen lassen. Trinker gewann in dieser Saison bereits 3 ITF-Turniere.
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Happy Birthday, Roger Federer!

Ich mag mich noch bestens daran erinnern, als Roger Federer vor drei Jahren 30 Jahre alt wurde. Jetzt würde es langsam aber sicher kritisch werden, mit den Besten mitzuhalten, prophezeiten einige (Möchtegern-)Experten. Selbst das renommierte deutsche Nachrichtenmagazin “Spiegel” veröffentlichte wenige Wochen nach Federers rundem Geburtstag einen Artikel mit dem Titel: “King Roger klammert sich an die Macht“. Darin war beispielsweise zu lesen:

“Aber Federer, der Tennis-König, ist mittlerweile 30 Jahre alt. Privat erlebte er seit der Geburt seiner Zwillingstöchter 2009 vermutlich eine Reihe schöner Momente. Auf dem Platz hat er seine besten Zeiten aber hinter sich, in der Weltrangliste liegt er nur noch auf Rang drei.”

“Erst im November, als die Saison eigentlich vorbei war, gewann Federer die Turniere in Basel und Paris-Bercy sowie das ATP-Saisonfinale in London. Doch gerade der Titel bei der inoffiziellen ATP-Weltmeisterschaft klingt besser, als er ist. Das Turnier der besten Acht der Saison hat seit Jahren keinen hohen Stellenwert mehr.”

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Interview mit Dominic Thiem

Dominic Thiem gehört zu den Senkrechtstartern in dieser Saison. Anfang Jahr war der 20-jährige Österreicher in der ATP-Weltrangliste noch auf Platz 139 zu finden, mittlerweile hat er bereits die Top 50 geknackt. Seinen ersten Titel auf der ATP Tour verpasste Thiem vergangene Woche in Kitzbühel nur ganz knapp. Im Interview mit LetsTalkTennis spricht der leidenschaftliche Chelsea-Fan für einmal nicht über Aufschlag und Vorhand, sondern spezielle Komplimente und die Backstreet Boys.

LetsTalkTennis: Wann hast du das letzte Mal jemanden um ein Autogramm gebeten?

Dominic Thiem: Als mein Trainer Günter Bresnik geheiratet hat. Da war Hermann Maier zu Gast. Aber ich glaube, das ist mehr als zehn Jahre her.

Welches war das schönste Kompliment, das du je von einem anderen Spieler erhalten hast?

In Paris, als Rafael Nadal gesagt hat, ich sei ein zukünftiger Champion.

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Interview with Ben Rothenberg

Here is the English version of our interview with Ben Rothenberg about Neil Harman’s plagiarism in the Wimbledon yearbooks:

LetsTalkTennis: Ben Rothenberg, when did you first find out about Neil Harman’s plagiarism? 

Ben Rothenberg: I had heard a couple whispers, but really I didn’t know about how significant the plagiarism was until near the end of Wimbledon this year, when I looked through a 2013 book myself. I then ordered the 2012 and 2013 books on Amazon and found a more. I was already convinced something needed to be done, but I ordered 2011 just out of curiosity and when it arrived I was floored. The 30 examples in 2011, like I said in my second story, are much, much worse.

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Nach Plagiats-Skandal: Interview mit Ben Rothenberg

Normalerweise dreht sich die Tenniswelt gegen Ende Juli etwas langsamer als gewohnt. Die Luft ist bei Top-Spielern und Fans nach dem French Open-Wimbledon-Tohuwabohu gleichermassen draussen. Das gesamte Schweinwerferlicht gehört in dieser Zeit den kleineren Events wie Gstaad oder Kitzbühel. In den Bergen, vor malerischer Kulisse und fernab von Grossstadt-Hektik wird quasi im Stillen um Weltranglisten-Punkte gekämpft. Zeit zum Durchatmen.

Eine Meldung hob die Tenniswelt in diesen Tagen aber dennoch aus den Angeln. Gegen Neil Harman, einen renommierten Tennis-Journalisten der britischen Zeitung “The Times”, wurden Plagiatsvorwürfe laut. Harman war in den letzten 10 Jahren für die Texte im Wimbledon-Jahrbuch zuständig. Eine Art Rückblick-Band, illustriert mit Bildern. Wie sich nun herausgestellt hat, bediente sich Harman bei seinen Texten über Jahre hinweg bei seinen Berufskollegen – ohne deren Einverständnis.

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