2014: Federer-Fluch, Krankheiten und Bindungsängste

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Rund ein Drittel der Saison 2014 liegt bereits hinter uns. Was hat uns in den ersten Monaten des Tennisjahres beschäftigt? Was ist gleich geblieben? Wir wagen ein erstes kleines Fazit.

1. Rafael Nadal und Novak Djokovic sind bei den Masters-1000-Turnieren einfach nicht zu schlagen. Am Sonntag nach dem Miami-Final werden die beiden sämtliche 9 Titel unter sich aufgeteilt haben.

2. Tennisspiele schaffen es einfach nicht, pünktlich zu beginnen. Mit einer 15-minütigen Verspätung muss jeweils gerechnet werden.

3. Der Federer-Fluch hält weiter an. Wer den Schweizer besiegt, kann danach einfach nicht gewinnen. Diesmal hiess das „Opfer“ Kei Nishikori. Der Japaner schlug Federer überraschend im Miami-Viertelfinal, konnte aber nicht zu seinem nächsten Match antreten. 10 der letzten 11 Spieler, die Federer bezwingen konnten, verloren ihr nächstes Spiel.

4.Juan Martin Del Potro „can’t catch a break“, wie man auf Englisch sagen würde. Nächste Verletzung, nächster Ausfall. Der Argentinier wird nach einer Handgelenksoperation in diesem Jahr wohl nicht mehr zum Schläger greifen können.

5. Das Pfeiffersche Drüsenfieber hat sein nächstes „Tennis-Opfer“ gefunden, diesmal handelt es sich um Daniel Brands. Der Deutsche teilt sein Schicksal mit etlichen anderen Spielern. So litten beispielsweise auch Roger Federer oder Mario Ancic an der gleichen Krankheit.

6. H&M hat es tatsächlich geschafft, Tomas Berdych ein einigermassen angemessenes Outfit zu designen (wenn man dem so sagen kann). Schade nur, dass der Tscheche es in Miami aufgrund eines Magendarmvirus nicht länger zur Schau stellen konnte.

7. Das Tennis hat sein neues Traumpaar. Der eigenwillige Fabio Fognini datet die schöne Flavia Pennetta. Wie lange es wohl halten mag?

8. Das deutsche Davis-Cup-Team sorgt erneut für Schlagzeilen. Eine Absagenflut, überraschendes Aufgebot und ein neuerliches Hin und Her mit Philipp Kohlschreiber. Wer mehr wissen will, der wende sich an die @Tennisgoetter.

9. Caroline Wozniacki kann sich einfach nicht binden. Mit Michael Mortensen hat sie nach Thomas Hogstedt in diesem Jahr bereits den zweiten Coach in die Wüste geschickt. Hoch lebe Papa Piotr (der übrigens gar nicht so heisst – sein bürgerlicher Name ist Victor Krason!)

10. Auf der Suche nach neuen Sponsoren ergeben sich oft witzige Kombinationen. So trägt Agnieszka Radwanska seit geraumer Zeit das Logo der „Cheesecake Factory“ auf ihrer Mütze.

11. Mit der IPTL (International Premier Tennis League) wurde ein neues Format ins Leben gerufen. In der „Off-Season“ werden diverse Städte mit ihren gedrafteten Spielern gegeneinander antreten. Ein Spielplan existiert aber ebenso wenig wie komplette Teams.

12. Ernests Gulbis hat erstmals in seiner Karriere die Top 20 geknackt. Doch das ist noch immer nicht die Gegend, wo er eigentlich hingehört – findet er. „Mein Ziel sind nicht die Top 20, es ist die Nummer 1.“ We’ll see…

13. Der Amerikaner Jack Sock erhält weiterhin fleissig Wildcards. In diesem Jahr waren es bereits 3 (Auckland, Delray Beach, Indian Wells), in den letzten 12 Monaten insgesamt 12 (10 ATP-Turniere, 2 Challengers).

14. Die ersten Runden bei den Masters-1000-Turnieren bleiben grösstenteils langweilig. Die Freilose und wenig attraktiven Affichen sorgen dafür, dass die Turniere erst langsam in Gang kommen. Deshalb: Keine Freilose mehr und nur noch 16 Gesetzte – Spannung wäre bereits von Beginn weg garantiert!

15. Mit Dominic Thiem sorgt (endlich) ein Youngster auf der ATP Tour für Furore. Der Österreicher hat sich in dieser Saison bei 5 Anläufen 4 Mal fürs Hauptfeld qualifizieren können. Dabei zwang der jüngste Spieler in den Top 100 Andy Murray in Rotterdam an den Rand einer Niederlage. Seine Ziele sind denn auch hochgesteckt. „Ich will an die absolute Spitze. So schnell wie möglich. Ich muss sogar die Nummer eins in den Mund nehmen“, erklärte der 20-Jährige jüngst in einem Interview mit dem „Standard“.

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