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Das macht die Schweizer in Wimbledon so stark

„Die Schweizer rocken Wimbledon“, jubelte SRF-Kommentator Stefan Bürer am Samstag passend. Gleich vier helvetische Cracks haben den Sprung in die Achtelfinals geschafft – eine Grand-Slam-Premiere. Kein Wunder, fragt nun jeder nach unserem Erfolgsgeheimnis. Ist es die Schokolade? Oder doch der Käse? Pustekuchen. Wir verraten euch, was Wawrinka, Bacsinszky und Co. in London so stark macht.

1. Oh mein geliebtes Weideland!

Was gibt es für einen Schweizer Schöneres, als im Garten zu spielen? Da kommen doch Kindheitserinnerungen hoch. Auf Wiesen fühlen wir uns besonders wohl, toben uns nur allzu gerne dort aus. Das „Heuen“? Fast jeder Schweizer hat damit schon einmal Bekanntschaft gemacht. Stan ist sogar auf dem Bauernhof aufgewachsen. Was könnte da mehr Heimatgefühle vermitteln, als die (je länger je mehr) an Kuhweiden erinnernden Rasenplätze? Eben. Auch Roger liebt die Natur, ist mit den Kühen per Du. Kein Wunder, ist Wimbledon längst zu seinem zweiten Zuhause geworden.

https://twitter.com/rogerfederer/status/597504046895759360

https://twitter.com/rogerfederer/status/489182011211276288

2. Sitte und Tradition – wie zuhause!

Wir Schweizer gelten als zuverlässig, ordentlich und anständig. Diese Werte haben uns unsere Eltern mit auf den Weg gegeben. Und wenn nicht, dann spätestens Frau Häfliger im Kindergarten. In Wimbledon müssen wir uns in keinster Weise anpassen, fühlen uns wie zuhause. Regeln und Etikette? Kein Problem. Traditionen? Kennen wir. Pünktlichkeit? Hey, wir sind nicht umsonst DAS Land der Uhren (Hey there, Big Ben!). Ein arbeitsfreier Sonntag nachdem wir eine Woche lang „gekrampft“ haben? WE LOVE IT.

3. Ein teurer Spass? Hahaha!

8 Pfund für ein Pimm’s? Eine überteuerte Stange? Pah, da kann ich nur lachen, wenn ich an mein 15-Franken-Mini-Cüpli von vorgestern zurückdenke. Solche Preise kennen wir bestens. Während die Lebensmittel- und Getränkekosten für Spieler aus anderen Ländern ein regelrechter Schock sind, berührt uns das nicht im Geringsten. Genüsslich gönnen wir uns in London einen Big Mac und freuen uns darüber, wie günstig wir uns doch verpflegen können. Statt 7 zahlen wir nur etwas mehr als 4 Franken – und fühlen uns wie im Schlaraffenland.

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4. Die britischen Fans – sie sind wie wir!

Britische Tennis-Fans gelten (im nüchternen Zustand) als meistens zurückhaltend, immer begeisterungsfähig und in jedem Fall fachkundig. Das kennen wir doch. Unerwünschte „Auswüchse“ wie die „Fanatics“ werden in Wimbledon nicht nur mit strengen Blicken gemassregelt, sondern mit zahlreichen „Shhhhhh“ am liebsten gleich zum Schweigen gebracht. Sowohl der Brite als auch der Schweizer Fan missbilligt unrühmliches Verhalten und schreckt nicht davor zurück, dies (wenn auch nur im genervten Flüsterton) zum Ausdruck zu bringen. Das ist uns Schweizern nur allzu bekannt – und sowas von sympathisch.

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