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Fiktives Gespräch: Die Tennisstars treffen sich in Rom

Nach Madrid ist vor Rom. Auf den Trainingsplätzen des „Foro Italico“ kommt es zum Treffen diverser Stars, die sich den letzten Schliff für die French Open holen möchten. Die Stimmungslagen könnten dabei unterschiedlicher kaum sein.

Novak Djokovic (macht beim Stretching lässig den Spagat): „Ciao ragazzi. Ich bin zurück, frisch und top motiviert. Möchte mir jemand erzählen, wie es in Madrid so war?“

Roger Federer (sichtlich irritiert): „Madrid? Was soll in Madrid gewesen sein?“

Stan Wawrinka (schüttelt den Kopf): „Ich kann mich auch nicht erinnern…“

Federer (hastig): „Also Istanbul war unglaublich! Die Stadt, die Leute, es war….“

Rafael Nadal (unterbricht Federer und flüstert beinahe): „Danke Novak, dass du das Turnier ausgelassen und mir damit die Chance gegeben hast, wieder einmal zu gewinnen.“

Fabio Fognini (stolziert wie ein Pfau an Nadal vorbei und grinst schelmisch): „Ciao Rafa, schon gecheckt, ob ich im Draw in deiner Nähe bin?“

Lukas Rosol (legt lässig den Arm um Fogninis Schulter): „Das würde mich auch mal interessieren…“

Andy Murray (grimmig): „Halt die Klappe, Rosol. Niemand mag dich auf der Tour, alle hassen dich. In Runde 2 ist hier Schluss.“

Aljaz Bedene (reckt die Faust gen Himmel): „Back the Brits!“

David Ferrer (zieht genüsslich an einer Zigarette): „Seid nett zueinander, Jungs. Wir wissen doch alle, wer hier gewinnen wird. Und bei den French Open, no?“

Alle Blicke richten sich auf Nadal, der gerade dabei ist, sein Bandana zu richten. Völlig gestresst von der Aufmerksamkeit, die ihm plötzlich zuteil wird, packt er hastig seine Sachen und stapft mit Onkel Toni im Schlepptau von dannen.

Serena Williams (unterbricht genervt die Stille): „Kann mir mal jemand in diesem Bella Italia einen Espresso bringen?“

Niemand reagiert, Williams (resigniert): „Vielen Dank auch, dann geh ich halt selbst.“

Patrick Mouratoglou (heftet sich sofort an die Fersen Williams und ruft ihr hinterher): „Ich bin so stolz auf dich Serena, so stolz.“

Federer (genervt): „Das ist ja der reinste Zirkus hier, fehlt nur noch der Clown.“

Nick Kyrgios (grinst): „Hey King, calm down.“

Genie Bouchard und Ernests Gulbis unterhalten sich etwas abseits intensiv.

Gulbis (grinst): „Nicht gerade viel gewonnen in letzter Zeit, Genie…“

Bouchard (lächelt zuckersüss): „Das sagst ausgerechnet du. Nun ja, dafür lief sonst so einiges. Foto-Shootings für Vogue, Flare, Sports Illustrated…“

Gulbis (grinst immer noch): „Habe die Bilder gesehen. Du machst eine gute Figur, das muss man dir lassen.“

Radek Stepanek nickt zustimmend.

Ana Ivanovic (gesellt sich mit ihrem neuen Coach dazu): „Na, unterhält ihr euch gerade darüber, wie ihr am besten aus der Krise findet? Eines kann ich euch sagen: Es ist ein Prozess.“

Timea Bacsinszky (unterbricht ihre Aufwärmübung): „Ja Ana, das kann ich bestätigen. Ich hatte vor zwei Jahren mit dem Tennis abgeschlossen. Ich habe ein Praktikum in einem Hotel begonnen, als ich eine E-Mail erhielt, dass ich bei den French Open die Qualifikation spielen kann und…“

John Isner (schreckt auf): „Hat jemand French Open gesagt? Oh I’m so ready baby!“

Svetlana Kuznetsova (springt auf): „Und ich erst!“

Dominic Thiem (ballt die Faust): „Bamos!“

Yulia Putintseva (hüpft vorbei und pusht sich): „Vamos! Allez! Come on! Davai! Ajde! Idemo!“

Maria Sharapova (verdreht die Augen): „Kinder heutzutage…“

Grigor Dimitrov (atmet tief durch): „Gott sei Dank kann das noch etwas warten.“

Andrea Petkovic (gönnt sich eine kurze Trainingspause, lässt ihren Blick durch die anwesenden Fans schweifen und sagt zu Sabine Lisicki): „Boah Olle, was sind das für geile Typen hier. Die Italiener sind sowas von scharf.“

Lisicki (wirft dem neben ihr sitzenden Freund Oliver Pocher einen kurzen Blick zu und zuckt mit den Schultern): „Andrea, vielleicht solltest du dich einfach mal auf das Wesentliche konzentrieren.

Petkovic (gelassen): „Tu ich doch.“

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