Federer: „Ich habe mir einen Jungen gewünscht“

Über seine sportlichen Errungenschaften spricht Roger Federer anlässlich seiner Turniere ständig. Doch über Privates gibt der Baselbieter nur selten Auskunft. In einem Interview mit www.cityam.com tat er jedoch genau dies: Federer plauderte über Anna Wintour, seine Affinität zu Mode und die Zwillinge – mit ein paar durchaus erstaunlichen Aussagen.

Das sagt Roger Federer über…

… Vogue-Chefin Anna Wintour: „Sie mag es, sich um mich zu kümmern. Es ist sehr nett und ich könnte für ihre Gesellschaft und ihre Liebe gegenüber meiner Familie nicht glücklicher sein. Sie mag meine Frau ebenfalls und die beiden sind über die Jahre gute Freunde geworden. Sie liebt das Tennis – sie spielt jeden Morgen, hin und wieder haben wir uns auch getroffen, obwohl ich erst nicht wusste, wer sie war. Sie war immer sehr unterstützend und hat mir geholfen, noch härter an mir zu arbeiten und noch mehr zu gewinnen. Sie gab mir gute Ratschläge.“

… seinen letzten Geburtstag: „Anna wollte mir helfen, Wimbledon, die Olympischen Spiele und meinen Geburtstag zu organisieren – es gab so viel zu feiern. Sie hat dann eine Party geschmissen und mir gesagt, ich soll einladen, wen ich möchte. Es gab einen grossartigen Kuchen und es waren Schauspieler und Sportler da. Es hat wirklich grossen Spass gemacht.“

… seine Affinität zu Mode: „Ich gebe viel Geld für Kleider aus, ich sehe es als Investition. Ich möchte nicht ständig im selben blauen Pullover fotografiert werden, deshalb wechsle ich ab. Meine Frau kauft oft Kleider für mich ein. Es ist unglaublich, wie sie immer wieder Dinge aussucht, die perfekt passen.“

… das Tragen von Anzügen: „Ich habe damit angefangen, Prada, Dolce & Gabbana und Louis Vuitton zu tragen. Mit der Zeit habe ich dann verschiedene Designer ausprobiert. Das Wichtigste ist, dass man sich wohl fühlt. Zu Beginn habe ich mich in Anzügen nicht sehr wohl gefühlt, aber heute ist dies kein Problem mehr. Ich bin in den letzten 10, 15 Jahren erwachsen geworden. Heute trage ich den Anzug, nicht der Anzug trägt mich.“

… sein Aussehen auf dem Tenniscourt: „Ich versuche, auch auf dem Platz eine gute Figur zu machen. Ich habe eine grossartige Zusammenarbeit mit Nike und wir versuchen stets, etwas cooles, hippes zu kreieren, das es vorher noch nicht gab. Ich hoffe, die Leute werden eines Tages zurückblicken und sagen: ‚Roger hat dem Tennis auch damit geholfen, wie er sich auf dem Court kleidete.'“

Ich glaube, ich wollte einen Jungen

… seinen Kinderwunsch: „Ich glaube, ich wollte einen Jungen, der dann der ältere Bruder des nächsten Geschwisterchen sein würde. Heute bin ich so glücklich, dass es zwei Mädchen geworden sind – sie sind weniger verbunden mit meinem Tennis, das ist perfekt. Momentan sind wir einfach glücklich, dass sie glücklich sind.“

… die Niederlage im Olympiafinal: „Dieses Endspiel hat natürlich geschmerzt, weil es nur alle vier Jahre möglich ist. Aber Murray war grossartig und verdiente den Sieg. Er zeigte die Reaktion eines Champions, nachdem ich ihn in Wimbledon geschlagen hatte. Weiterzumachen und dann die Olympischen Spiele zu gewinnen, ist eine unglaubliche Leistung.“

… die Beziehung zu den Medien: „Am Anfang ist es mir schwer gefallen, den Medien Vertrauen zu schenken – ich dachte sie sind nur da, um mich fertigzumachen. Ich musste hart arbeiten, vor allem mit der Schweizer Presse, die zu Beginn nicht einmal meinen Namen aussprechen konnten. Sie haben mich „Rogee“ genannt. Sie kannten mich nicht und so haben sie falsche Dinge geschrieben. Ich habe dann rausgefunden, dass es das Beste ist, offen zu sein aber zu wissen, was ich nicht preisgeben möchte. Es ist nicht so, dass ich etwas zu verstecken habe, aber es ist schwierig, wenn alles, was du sagst, dokumentiert wird.“

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