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Fiktives Treffen von Nadal, Federer & Co. in Basel

Die Swiss Indoors laden heuer zum grossen Spektakel. Mit Roger Federer, Rafael Nadal und Stan Wawrinka sind gleich drei der Top 4 des ATP-Rankings am Start. Im Vorfeld dreht sich allerdings alles um Nadals Gesundheitszustand, respektive seinen Blinddarm. Wenige Tage vor Turnierstart kommt es zum (fiktiven) Treffen der Superstars…

Rafael Nadal humpelt zum Eingang der St. Jakobshalle, seine Hüfte dick in Kinesio-Tape eingewickelt. In seinem Schlepptau hat er Coach Toni Nadal und Manager Benito Perez.

Toni zu Benito (erleichtert): „Ich bin froh, dass Rafa sich spätestens nach Paris-Bercy einer Blinddarm-Operation unterziehen wird und die World Tour Finals auslässt.“

Benito (runzelt überrascht die Stirn): „Hä? Wir haben doch gesagt, dass Rafa sich nach den Swiss Indoors mit den Ärzten berät und dann über die weiteren Turniere entscheidet. Gut möglich, dass er auch in London am Start stehen wird.“

Nadal (dreht sich genervt um): „Was erzählt ihr da beide? Ich kann es nicht mehr hören! Lasst mich doch einfach machen. Ich weiss schon, was ich tue.“

Toni und Benito (seufzen unisono): „Das wäre ja mal was ganz Neues….“

Im Gang der St. Jakobshalle kommt ihnen ein gemütlich schlendernder Roger Federer entgegen.

Federer (lässig): „Hey Rafa, que tal?“

Nadal (lächelt gequält): „Naja Roger, geht so… Mein Blinddarm, du weisst schon. Ich fühl mich momentan grad nicht so gut…“

Federer (kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen): „Was du nicht sagst… Nein, ich meine, das tut mir natürlich leid. Schön, dass du dich trotzdem dazu aufraffen konntest, hierher zu kommen und anzutreten. Das verdient grössten Respekt.“

Nadal (flüstert beinahe): „Danke Roger. Und wie geht es dir?“

Federer (mit stolz geschwellter Brust): „Mir geht’s prima, danke. Ich habe euch ja bereits vor Monaten gesagt, dass mein bestes Tennis gleich um die Ecke ist. Jetzt habe ich es definitiv wiedergefunden.“

Nadal (wendet sich komplett niedergeschmettert an sein Team): „Zum Glück ist Nole nicht hier, sonst müsste ich ja gar nicht antreten. Aber ich bin ja ohnehin verletzt, die erste Runde werde ich nur mit etwas Glück überstehen. Schade sind keine anderen Spanier am Start, das schmälert meine Erstrunden-Chancen noch mehr…“

Julien Benneteau (klopft Nadal auf die Schulter): „Rafa, wenn wir beide es irgendwie in den Final schaffen sollten, hast du definitiv eine Chance auf den Titelgewinn!“

Dominic Thiem (ruft aus der Garderobe): „Eine mega Chance, Rafa! Bamos!“

Ernests Gulbis (der sich an der Bar gerade sein drittes Bier genehmigt, komplett genervt): „Euer dummes Geschwätz geht mir dermassen auf die Nerven. Keine richtigen Typen mehr auf dieser ATP Tour, keine! Alles Weicheier!“

Jerzy Janowicz (kommt die Treppe herunter und schreit): „How many times Ernests, how many times????!!“

Boris Becker (wendet sich mit vollem Mund und hochrotem Kopf vom VIP-Buffet ab): „Djoko Family!!! Nolefam!!! Ideemoo!!!!!“

Nadal (erstaunt): „Boris, du weisst schon, dass Novak nicht hier ist, oder?“

Becker (ebenso erstaunt): „Hä? Was? Warum hat er mich nicht informiert? Ich dachte, wir hätten eine gute Beziehung zueinander…“ (zuckt mit den Schultern, dreht sich um und stopft sich genüsslich eine Lachsrolle in den Mund.)

David Goffin (verträumt): „Ist doch egal. Hauptsache Roger ist hier.“

Stan Wawrinka (stimmt zu): „Ja, Gott sei Dank ist Roger hier. So kann ich in seinem Schatten hoffentlich ein gutes Turnier zeigen. Basel hat mir bislang kein Glück gebracht und die letzten Monate waren schwierig. Ich meine, ich hätte mir nie erträumen lassen, je ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Oder ein Masters 1000. Ja irgendein Turnier…“

Milos Raonic (schüttelt den Kopf): „Wie man mit so wenig Selbstvertrauen so weit kommen kann, ist mir ein Rätsel. Wenigstens habe ich klare Ziele: Ich möchte die Nummer 1 werden. Und wenn ich gegen Roger antreten muss, dann spiele ich nicht gegen den 17-fachen Grand-Slam-Champion. Ich spiele nicht gegen einen 33-Jährigen, gegen einen vierfachen Vater. Ich spiele gegen einen Gegner, der mir auf dem Weg zum Erreichen meiner Ziele im Weg steht. Jawohl!“

Coach Ivan Ljubicic nickt zustimmend.

Gulbis (springt vom Barhocker und verliert das Gleichgewicht, ballt im Fallen die Faust und schreit): „That’s my maaaaan!“

Thiem (streckt den Kopf aus der Garderobe und zeigt Gulbis die Faust): „Bamos, Ernie!“

Nadal, der mittlerweile an Krücken geht, wird das alles zuviel. „Noch nie etwas von ‚Drink Responsibly‘ gehört? Ich kann das nicht mit ansehen, was sind wir nur für Vorbilder für die Jugend geworden?“ (verschwindet den Tränen nahe in seiner Garderobe).

Goffin (ebenfalls den Tränen nahe): „Es kann ohnehin nur ein Vorbild geben.“ (präsentiert stolz das RF-Autogramm auf seinem Oberarm und macht sich freudentrunken von dannen…)

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