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IN und OUT: Krisen, Comebacks & überraschende Zauberschläge

Nur noch eine Woche bis zum 3. Grand-Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon. Während sich die Protagonisten für London in Form bringen, schauen wir noch einmal zurück, was in der letzten Woche so passiert ist. Eines vorweg: Es ging ziemlich die Post ab. Viel Spass beim aktuellen „IN und OUT“!

DAS WAR IN:

1. Roger Federer: Beinahe wäre er in der 1. Runde gestrauchelt, am Ende stemmte er aber zum 8. Mal den Halle-Pokal in die Höhe. Roger Federer bewies einmal mehr, dass er auf der grünen Unterlage wenn immer nötig einen Gang höher schalten kann. Der 33-Jährige feierte in Ost-Westfalen den insgesamt 15. Titel auf Rasen – das ist einsamer Rekord. Nummer 2 in dieser Rangliste ist Lleyton Hewitt mit 8 Titeln.

2. Lisicki und Karlovic: Kaum ist Rasensaison, ist Sabine Lisicki wieder in aller Munde. Vergangene Woche in Birmingham servierte die Berlinerin gegen Belinda Bencic 27 Asse – neuer Weltrekord. Ob diese Bestmarke Ivo Karlovic angestachelt hat? Dem kroatischen Hünen gelangen in Halle gegen Tomas Berdych 45 Asse. So viele hatte noch nie jemand zuvor in einem Best-of-3-Match geschlagen.

3. Laura Robson: 17 lange Monate musste sich die Britin gedulden, ehe sie wieder wettkampfmässig auf dem Platz stehen konnte. Eine Handgelenksverletzung hatte das Supertalent ausser Gefecht gesetzt, in Eastbourne feierte die 21-Jährige nun ihr Comeback. Auch wenn dieses resultatmässig gründlich in die Hose ging (0:6, 1:6 gegen Daria Gavrilova), hat die Wimbledon-Junioren-Siegerin von 2008 allen Grund zum Strahlen: Sie erhielt von den Organisatoren in Wimbledon eine Main-Draw-Wildcard.

DAS WAR OUT:

1. Nick Kyrgios: Der junge Australier spielt zwar attraktives Tennis und kommt mit seinem „Bad-Boy-Look“ gut an, muss aber aufpassen, seinen Ruf nicht schon früh aufs Spiel zu setzen. Kyrgios klagte nach dem klaren Erstrunden-Out in Queen’s gegen Stan Wawrinka über Grippesymptome und sagte seinen Start beim Turnier in Nottingham ab. Man wird den Eindruck nicht los, dass der 20-Jährige nur dann (gutes) Tennis spielt, wenn er Bock darauf hat. Und das war zuletzt nicht allzu oft der Fall…

2. Eugenie Bouchard: Man sollte bei der Verwendung des Wortes „Krise“ immer vorsichtig sein. Bei Eugenie Bouchard gibt derzeit aber kein „Um-den-Brei-Herumreden“ mehr. Die Kanadierin hat seit Mitte April gerade einmal 2 Partien gewonnen und kassierte in Birmingham die 7. Auftaktpleite in diesem Jahr. Mittlerweile „nur“ noch die Nummer 12 der Welt, könnte es für die 21-Jährige nun noch schlimmer kommen: Sie hat in Wimbledon im Vorjahr das Finale erreicht und entsprechend viele Punkte zu verteidigen.

3. Davis-Cup-Chaos: In rund einem Monat muss Spanien in Wladiwostok zum Relegations-Duell gegen Russland antreten. Doch derzeit fehlen der „Armada“ dazu die Spieler. Weil Nadal und Co. mit dem Vorgehen des Verbandes und der neuen Teamchefin Gala Leon nicht einverstanden sind, haben sie ihre Teilnahme bereits vorzeitig abgesagt. Aus den Top 100 würde einzig Daniel Gimeno-Traver (ATP 62) einem Aufgebot Folge leisten. Fortsetzung in dieser Posse folgt bestimmt.

TWEETS DER WOCHE:

Wir alle haben Träume und Wünsche. Auch Andrea Petkovic:

Genie knows:

So does Andy:

https://twitter.com/andy_murray/status/611807429651755008

A propos Murray. Beinahe schon legendär:

VIDEO DER WOCHE:

Roger Federer wird mit den eigenen Waffen geschlagen – das sieht man nicht alle Tage. Moderator Matthias Stach ist aber genau dies gelungen:

STATISTIK DER WOCHE: 

8 Titel beim gleichen Turnier – das hat Roger Federer mit seinem Triumph in Halle geschafft. Nur Rafael Nadal steht dem Schweizer in dieser Statistik noch vor der Sonne.

(© ATP World Tour)

ARTIKEL DER WOCHE:

Die meisten werden es schon gelesen haben, wenn nicht, dann nix wie los: Das Interview des Berner Journalisten Adrian Ruch mit Roger Federer ist Pflichtlektüre für jeden Tennis-Fan. Viel Vergnügen!

NON-TENNIS:

Grosse „Coming Out“-Story über die Schweizer Fussballerin Ramona Bachmann vergangene Woche im „Blick“. Dumm nur, dass die Protagonistin selbst nie ein Geheimnis daraus gemacht hat. Der Kommentar in der „NZZ am Sonntag“ bringt es auf den Punkt. Clap, Clap!

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