IN und OUT: Paires Telefon-Intermezzo & fragwürdige Tricks

Das Masters in Madrid ist bereits wieder Geschichte und hat in Rafael Nadal einen logischen Sieger hervorgebracht. Doch neben den spielerischen Glanzpunkten sorgten auch Stories abseits des Courts für Aufsehen und nicht selten für Lacher. Hier gibt’s einen kleinen Rückblick auf die letzten Tage auf den Tenniscourts – wobei auch das Masters in Rom bereits Thema ist…

DAS WAR IN:

1. Maria Sharapova: Den Madrid-Final verlor die Russin gegen Serena Williams zwar klar, dennoch sorgte sie in der spanischen Metropole für Aufsehen. Nicht nur mit ihren Auftritten, sondern auch mit ihren speziellen Botschaften auf der Kameralinse nach Siegen. So machte sie unter anderem mit „Sugarpova – EL Corte Ingles“ für ihre Süssigkeitenmarke Werbung und liess tags darauf ein „How did you catch us?“ folgen. Dies in Anspielung auf die Bilder mit ihrem Freund Grigor Dimitrov, die tags zuvor im Internet veröffentlicht wurden.

2. Stanislas Wawrinka: Stan ist in – wie bereits in der Vorwoche. Mit seinem Finaleinzug hat er seine Siegesserie weiter ausbauen können und die Rückkehr in die Top 10 geschafft. Das ist aller Ehren wert. Wawrinka sorgte aber auch für Lacher. So zum Beispiel, als er während dem Spiel gegen Berdych beim Seitenwechsel mit Schiedsrichter Damien Dumusois quatschte. Warum? „Ich mag es, mit dir zu reden. Wenn ich mit dir rede, geht’s mir besser. Du hast noch keinen Fehler gemacht. Noch nicht…“

3. Martina Hingis: Ein perfekteres Debut als Trainerin hätte sich Martina Hingis wahrlich nicht vorstellen können. Bereits in der ersten Woche der offiziellen Zusammenarbeit mit Anastasia Pavyluchenkova holte die Russin in Estoril den ersten Titel. In Madrid folgte nun der zweite: An der Seite von Lucie Safarova triumphierte die Russin im Doppel. Macht Hingis in diesem Tempo weiter, wird auch ihr Palmarès als Trainerin schon bald reichlich gefüllt sein…

DAS WAR OUT:

1. Benoit Paire: Dass Paire ein ziemlich unkonventioneller Spieler ist und sich nicht schubladisieren lässt, ist hinlänglich bekannt. Auch, dass bei ihm auf dem Platz hin und wieder die Sicherungen durchbrennen. Obwohl der Franzose stets Besserung gelobt, verlor er auch in seinem Erstrundenmatch in Rom gegen Juan Monaco die Fassung. Der Höhepunkt der Partie war aber nicht das Zerstören seines Schlägers, sondern ein Telefonanruf. Paire zuckte kurzerhand sein Handy und gab dieses – während dem Spiel (!) – seinem Coach. Auch ein Weg, um den Gegner aus dem Konzept zu bringen…

2. Madrider Spielansetzung: Immer wieder sorgen die Spielpläne bei Turnieren für Diskussionsstoff. So auch in Madrid. Den negativen Höhepunkt erreichte das Ganze am Samstag, als sage und schreibe 6 Matches auf dem Center Court angesetzt wurden. Die Folge: Wawrinka und Tsonga konnten erst kurz vor Mitternacht zu ihrem Match antreten und duellierten sich bis fast 2 Uhr morgens. Tsongas klare Worte: „Ich weiss nicht, was im Kopf der Organisatoren vorging. Es ist schade, dass niemand das Match sehen konnte…“

3. Janko Tipsarevic: Beim Serben läuft es im 2013 alles andere als rund. Bei den letzten 4 Turnieren gewann er gerade mal 2 Matches und wurde nun von Stanislas Wawrinka auch noch aus den Top 10 verdrängt. Zu allem Überdruss kommen jetzt noch gesundheitliche Probleme hinzu: Wegen einer Bronchitis musste der 28-Jährige seinen Start in Rom absagen. Ob Tipsarevic bis zu den French Open wieder in die Gänge kommt?

Tweets der Woche:
Dass Andrea Petkovic immer für ein Spässchen gut ist, wissen wir spätestens seit ihren gelungenen und unterhaltsamen Petkorazzi-Videos. Doch auch ihr Coach Petar Popovic ist offenbar immer für einen Scherz zu haben:

Da war wohl jemand over-, respektive under-dressed…

Ob Yanais Laurent ein Name ist, den man sich merken sollte, wird die Zukunft zeigen. Eines ist aber klar: Die Weltnummer 1020 hat viel Humor, wie dieser Tweet zeigt.  Doch wer würde das nicht gerne von sich behaupten?

Artikel der Woche:
Der Ausraster von Bernard Tomics Vater John sorgte für grosse Schlagzeilen. Man muss sich fragen: Wie lange hat Tomic bereits unter seinem Vater gelitten? Dieser Artikel gibt einen Einblick in den Alltag von Bernard und dessen Umfeld.

Immer wieder sorgen Spieler mit Wutausbrüchen auf dem Platz und Beleidigungen für Furore. Doch welche Athleten sind eigentlich am unfairsten? „The Tennis Space“ hat eine Liste von männlichen und weiblichen „Tätern“ zusammengestellt – mit durchaus interessanten Namen…

Video der Woche:
Manch einer rieb sich verwundert die Augen, als Anabel Medina Garrigues in Madrid in ihrem Halbfinal gegen Serena Williams beim Seitenwechsel den Filz der Bälle am Schläger abrieb. Ihr Ziel: Die Bälle zu verlangsamen. Der Trick ging allerdings nicht auf, die Spanierin kassierte just ein Break. Am Ende unterlag sie in 3 Sätzen.