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IN und OUT: Sibirische Puppe, Tennis-Oma und Erpressung

Generell läuft in der Vorwoche eines Grand-Slam-Turniers nicht allzu viel. Nicht so in diesem Fall. Ob bei Vorbereitungsturnieren oder Exhibitions – es war so einiges los auf den Tennisplätzen. In unserem aktuellen „IN und OUT“ schauen wir auf die Geschehnisse der vergangenen 7 Tage zurück.

DAS WAR IN:

1. Belinda Bencic: Im 3. Anlauf hat es geklappt. Die erst 18-jährige Schweizerin gewann am Samstag in Eastbourne ihr erstes WTA-Turnier. Auf dem Weg zum Titel schaltete sie unter anderem die Titelverteidigerin (Keys) zwei ehemalige Wimbledon-Finalistinnen (Bouchard und Radwanska) sowie eine ehemalige Weltnummer 1 (Wozniacki) aus. Kein Wunder, war die Freude bei Bencic nach ihrem Premieren-Titel riesig.

2. Gail Falkenberg: Sie kommt aus den USA, ist 68 Jahre alt und spielt immer noch Tennis. Die „Tennis-Oma“ vergnügt sich aber nicht etwa bei Senioren-Turnieren, sondern spielt auf der ITF-Tour. Die Erfolge wollen sich bei der Frau mit Jahrgang 1947 aber nicht (mehr) einstellen: So gewann sie bei ihren letzten 6 Spielen insgesamt gerade einmal 7 Games. Dennoch: Daumen hoch für diese rüstige Rentnerin.

DAS WAR OUT:

1. Bernard Tomic: Nächstes Kapitel in der Tomic-Posse. Weil der australische Tennisverband Bernards jüngere Schwester Sara fortan nicht mehr finanziell unterstützen wird, gab Vater John bekannt, dass Bernard für den Davis-Cup-Viertelfinal gegen Kasachstan nicht zur Verfügung stehen werde. Dieses Verhalten sei inakzeptabel, findet Davis-Cup-Captain Patrick Rafter, schliesslich habe man „unglaubliche Summen“ in die Karrieren der beiden Geschwister investiert. Das letzte Wort in dieser Auseinandersetzung dürfte noch nicht gesprochen sein.

2. Berichterstattung WTA: Die „Daily Mail“ (oder in diesem Fall „Daily Fail“) sorgt wieder einmal mit einem umstrittenen Artikel für Gesprächsstoff. Im Zentrum des Interesses diesmal Maria Sharapova, die unter anderem „als Puppe verkleidete Riesin“ und „sibirische Eiskönigin“ bezeichnet wird. Bereits beim Lesen der ersten Sätze fragt man sich – entschuldigt bitte den Ausdruck: „What the Fuck?“ Wer es sich dennoch antun will: Hier gibts das fragwürdige Stück.

TWEETS DER WOCHE:

https://twitter.com/sabinelisicki/status/614489793951584257

https://twitter.com/TimiBacs/status/614855606806159360

https://twitter.com/geniebouchard/status/614905334818320384

VIDEO DER WOCHE:

Wir finden, das grenzt schon fast an sexuelle Belästigung. Jungstar Thanasi Kokkinakis bei der „Boodles“-Exhibition:

STATISTIK DER WOCHE:

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Mit etwas mehr als 18 Jahren ist Belinda Bencic die Nummer 10 aller aktiven Spielerinnen, was das Debüt in den Top 30 angeht. Interessant: Alle jüngeren Debütantinnen mit Ausnahme von Anastasia Pavyluchenkova haben danach auch den Sprung in die Top 10 geschafft. Ein gutes Omen für die junge Ostschweizerin? (Statistik via @StatsWTA)

ARTIKEL DER WOCHE: 

Die Qualifikation für Wimbledon hat er zwar nicht geschafft, zu erzählen hat Marco Chiudinelli aber dennoch einiges. So sagt er zum Beispiel: „Die Quali ist etwas vom Schlechtesten, was es auf der Tour gibt. Es wird dir von den Organisatoren klar zu verstehen gegeben, dass du nicht viel zählst. Die Trainingsplätze sind unter jeder Kanone, vor den Partien halten sich alle Spieler in einem Zelt auf, es ist alles sehr eng.“ Das ganze Interview in der „Basler Zeitung“ gibt es hier.

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