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Lüthi: „Stan wird nicht in Panik ausbrechen“

Stan Wawrinka kommt derzeit einfach nicht auf Touren. Bei den Swiss Indoors in Basel scheiterte der Romand wie bereits in den beiden Jahren zuvor in der 1. Runde. Gerade im Hinblick auf den Davis-Cup-Final gibt der Formstand Wawrinkas Anlass zur Sorge. „Stan ist nicht mehr 18 und routiniert genug, solche Rückschläge wegzustecken“, ist Davis-Cup-Captain Severin Lüthi überzeugt.

Severin Lüthi, wie schätzen Sie Stan Wawrinkas Niederlage gegen Mikhail Kukushkin ein?

Stan war natürlich sehr enttäuscht, dass er verloren hat. Es ist klar: Die drei Niederlagen in Serie sind nicht förderlich fürs Selbstvertrauen. Stan muss jetzt bei den nächsten beiden Turnieren einen Weg finden, wieder gut zu spielen und damit Selbstvertrauen zu tanken. Die nächsten Turniere sind sehr wichtig für ihn, nicht nur wegen dem Davis-Cup-Final.

Beunruhigt Sie Stans aktuelle Form im Hinblick auf diesen Final?

Ich bin nicht beunruhigt, nein. In dieser Situation hilft, das hinsichtlich des Finals eigentlich alles geklärt ist. Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, wie ich mein Team zusammenstellen soll. Auch wenn Stan momentan nicht die gewünschten Resultate bringt, kann er ruhig weiterarbeiten. Er hat ja jetzt noch einen Monat Zeit, um sein Spiel wiederzufinden. Ich weiss, dass Stan weiterhin fähig ist, jeden zu schlagen.

Bei welchen Punkten sollte Stan ansetzen?

Es gibt kein Geheimrezept. Er muss weiter hart an sich arbeiten und vor allem Matches gewinnen. Aber Stan ist nicht mehr der gleiche Spieler wie noch vor zwei, drei Jahren. Er ist jetzt auf einem anderen Niveau und braucht nicht mehr so viel Zeit wie früher, um zu seinem Spiel zurückzufinden. Ausserdem ist es mir lieber, er hat diese Phase jetzt als in einem Monat.

Ist Stan ein Spieler, der in solchen Situationen in Panik ausbricht?

Nein, gar nicht. Er muss einfach weiter hart an sich arbeiten, das ist in seiner Situation das Wichtigste. Aber das weiss er auch. Stan ist nicht mehr 18 und mittlerweile routiniert genug, solche Rückschläge wegzustecken. Er weiss, dass er gewisse Sachen besser und anders machen muss. Stan ist immer sehr ehrlich zu sich selbst. Die nächsten beiden Turniere werden für ihn sehr wichtig sein.

Haben Sie mit Wawrinkas Coach Magnus Norman über Stans Baisse gesprochen?

Ich war im Austausch mit Magnus, aber das sind wir ohnehin oft. Er war nicht in Schanghai und wir haben per Messenger zusammen kommuniziert. Aber wie gesagt: Das ist nichts Spezielles, wir machen das auch, wenn es Stan gut läuft. Magnus wird auch in Paris, London und Lille sein. Wir werden also noch genügend Zeit haben, um gewisse Dinge zu besprechen.

Inwiefern versucht Roger, positiv auf Stan einzuwirken?

Roger sass in Shanghai mit Stan zusammen und hat ihm auch ein paar Ratschläge gegeben. Die beiden profitieren gegenseitig voneinander. Manchmal geht es einfach darum, gewisse Sachen zu besprechen. Weil der Davis Cup noch ansteht, hatten sie zuletzt sicher noch mehr Kontakt als üblich.

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