Novak, Vika & Co.: Wüste Beschimpfungen in Madrid

In den ersten Tagen des Masters-Turniers in Madrid hat sich schon so Einiges zugetragen. So sind mit Novak Djokovic und Victoria Azarenka bereits zwei Favoriten früh gestrauchelt. Was auffällt: Den Spieler/innen scheint die Höhenluft in der spanischen Metropole nicht allzu gut zu bekommen, Diskussionen mit dem Schiedsrichter und Beleidigungen sind derzeit an der Tagesordnung. Hier ein paar Beispiele:

1. Victoria Azarenka

Die Weissrussin gab nach einer mehrwöchigen Verletzungspause ihr Comeback. Nachdem sie in Runde 1 Anastasia Pavyluchenkova noch knapp besiegen konnte, kam gegen Ekaterina Makarova dann das Aus. Dies brachte Azarenka derart in Rage, dass sie zwischenzeitlich die Fassung verlor. Sie demolierte im zweiten Satz ihr Racket und weil sie zuvor bereits eine Warnung erhalten hatte, gab es einen Punktabzug. Daraufhin verlor die Weltnummer 3 die Fassung und attackierte Schiedsrichterin Mariana Alves mit den Worten: „Nach allem was du bereits getan hast, wie kannst du noch hier sein?“

2. Tommy Haas

Auch der Deutsche hatte in seinem Match gegen Tommy Robredo einen kleinen Aufreger. Haas sah einen Aufschlag seines Gegners im Out, Schiedsrichter Mo Lahyani gab diesen aber gut und machte auch keine Anstalten, den Ballabdruck zu überprüfen. Haas‘ Reaktion: „Ist das dein Ernst? Dieser Ball war so weit im Aus. Das ist dein Job, weshalb kannst du dir den Abdruck nicht ansehen?“ Dann kam Haas so richtig in Fahrt: „Das ist ein Witz. Bereits der Satzball war Bullshit. Du bist doch besser als das, das ist ein grosser Fehler.“ Immerhin: Dieser Entscheid schien den 35-Jährigen wachzurütteln. Er holte sich den zweiten Satz und damit den Sieg trotz Breakrückstand doch noch.

3. Rafael Nadal

Es war eigentlich „Business as usual“ für den Spanier in seinem Zweitrundenmatch gegen Benoit Paire. Doch auch Rafa legte sich mit dem Schiedsrichter an. Der Grund: Eine „Time Violation“. In einem Monolog beim Seitenwechsel schüttelte der Mallorquiner den Kopf und sagte: „Ich verstehe diesen Sport nicht mehr.“ Auswirkungen hatte dieser Zwischenfall aber keine, Nadal gewann souverän in zwei Sätzen.

4. Novak Djokovic

Djokovics Schimpftirade war in den Medien bereits omnipräsent. Nachdem sich das Publikum am Montagabend auf die Seite von Underdog Grigor Dimitrov geschlagen hatte, platzte dem Serben der Kragen. In seiner Muttersprache richtete er ein paar obszöne Worte in Richtung der Zuschauer. Der Schiedsrichter versteht offenbar kein Serbisch, denn Djokovic kam ungeschoren davon. Das Match verlor er aber dennoch.