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Roger Federer in der Türkei – Istanbul steht Kopf

Die Türkei steht Kopf. Für einmal dürfte auch der so heiss geliebte Fussball für kurze Zeit in den Hintergrund rücken, denn Roger Federer macht am Bosporus seine Aufwartung. Beim neu gegründeten 250-Turnier etwas ausserhalb der Metropole Istanbul ist der Schweizer das grosse Aushängeschild.

Seit Federer Mitte Februar seine Teilnahme bekannt gegeben hat, ist die Vorfreude auf den Superstar in der Türkei ins Unermessliche gestiegen. Das Preisgeld beim Event der vierthöchsten Kategorie beträgt zwar lediglich 439400 Euro, gemäss «NZZ» streicht Federer aber satte 1,5 Millionen Euro Antrittsgage ein.

Erstes Training noch am Sonntag

Das Programm Federers in Istanbul ist dicht gedrängt. Am frühen Sonntagnachmittag landete der 33-Jährige, natürlich live übertragen vom türkischen Fernsehen, im Privatjet. Über den Hintereingang und ohne dabei seinen Pass zeigen zu müssen verschwand die Weltnummer 2 im Auto. Der Hype um den Star – riesig!

Bereits kurz nach seiner Ankunft trainierte Federer in der Mega-Anlage des «Koza World of Sports» ein erstes Mal. Und dies vor hunderten von Fans. Sein Trainingspartner: Der an Nummer 2 gesetzte Grigor Dimitrov. Auch dieses«Spektakel» konnten die Fans (mit Kommentar!) im Internet via Livestream verfolgen:

Am Montag wird Federer den Medien im Hotel «Four Seasons» Red und Antwort stehen, ehe eigentlich eine kleine Exhibition-Partie gegen Lokalmatador Marsel Ilhan geplant war. Diese wurde nun aber abgesagt. Offiziell aufgrund einer Doppel-Partie des Türken, praktisch aber wohl viel eher, weil es bereits in der 2. Runde zum Duell der beiden kommen könnte.  Ilhan trifft in der 1. Runde auf den Finnen Jarkko Nieminen. Der Sieger darf schliesslich gegen Federer ran.

Erster Ernstkampf wohl am Mittwoch

Am Dienstag wird Federer am Morgen an einer «Kids Clinic» mit über 150 lokalen Kindern teilnehmen. Den ersten Ernstkampf bestreitet er aller Voraussicht nach am Mittwoch um 19 Uhr Ortszeit. Gemäss TV-Planung wird der Baselbieter sämtliche Matches am Abend zur «Prime Time» spielen.

Während für den «Maestro» alles Menschenmögliche unternommen wird, dass er sich bei seinem ersten Besuch in der Türkei wohl fühlt, präsentiert sich der Ort des Geschehens teilweise noch als grosse Baustelle. Der Eingang zur Anlage wirkt alles andere als einladend:

Bei Nebenplätzen wie diesem muss man sich fragen, ob man die Zuschauer absichtlich aussperren möchte. Hier gibt es keine Möglichkeit, die Partien zu verfolgen:

In der Qualifikation ereignete sich ausserdem eine aussergewöhnliche und sehr fragwürdige Szene. Der Kroate Nikola Mektic (ATP 289) schleuderte sein Racket nach der Niederlage gegen den Australier Thanasi Kokkinakis über die Absperrung. Die Ballkinder wurden daraufhin aufgefordert, das Spielgerät auf der Baustelle zu suchen und wieder zurückzubringen.

Von solchen Zuständen kann auf dem Center Court keine Rede sein. Der Hauptplatz mit fahrbarem Dach bietet Platz für 7500 Zuschauer und ist ein echtes «Bijou». Die Tickets waren in Windeseile ausverkauft, einzig ein paar Luxuslogen sind noch zu haben.

Vielen Dank an @DemiCrayanhan für ihre Mithilfe bei diesem Artikel. 

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