15 Prognosen zur bevorstehenden Saison

Langsam aber sicher kann man die Tage bis zum Start der neuen Tennissaison zählen. Was wird 2015 bringen? Einen weiteren Grand-Slam-Titel für Roger Federer? Eine neue Nummer 1? Weitere Schweizer Grosserfolge? Simon Häring, René Denfeld und Svenja Mastroberardino werfen einen Blick in die Kristallkugel und stellen je fünf Prognosen auf.

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„I F-ing love Stan“ – Twitter-Reaktionen zum Halbfinal

Es hat nicht sollen sein. Wie schon in Australian zu Beginn des Jahres verliert Stanislas Wawrinka ein enges Fünfsatz-Match gegen Novak Djokovic. Und wie schon in Melbourne zeigte er auch bei den US Open eine fantastische Leistung. Stan selbst zeigte sich nach der Niederlage als fairer Verlierer:

Obwohl es Wawrinka nicht zum Sieg reichen sollte, beeindruckte er mit seinem Auftreten.

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Nichts spricht in New York für Roger Federer – oder?

Der Countdown auf den US-Open-Start ist aus Schweizer Sicht speziell. Der Grund ist so simpel wie ungewohnt: Erstmals seit Jahren gehört Roger Federer bei einem Grand-Slam-Turnier nicht zum engeren Favoritenkreis. Die Wettanbieter sehen Djokovic vor Nadal und Murray. Auch Del Potro werden in Flushing Meadows die grösseren Chancen eingeräumt als dem fünffachen Champion Federer.

Diese Einschätzung scheint realistisch. Es spricht derzeit wenig bis nichts für den Schweizer. Federer ist in der Weltrangliste auf Rang 7 abgerutscht und damit so schlecht klassiert wie letztmals am 20. Oktober 2002. Die Ergebnisse in diesem Jahr sind für den mittlerweile 32-Jährigen – gemessen an seinem Massstab – als ungenügend einzustufen. Bei den French Open (Aus im Viertelfinal gegen Tsonga) und insbesondere in Wimbledon (Zweitrunden-Niederlage gegen Stakhovsky) musste Federer bittere Pleiten einstecken, die ihn auch in der Folge noch beschäftigen sollten. Neben körperlichen Beschwerden verlief zuletzt auch die Vorbereitung auf den finalen Showdown in New York nicht optimal: Für das Masters-Turnier in Montreal musste er passen, in Cincinnati präsentierte er sich zwar stark verbessert, traf aber bereits im Viertelfinal auf den derzeitigen Überflieger Nadal und hat deshalb nur gerade drei Ernstkämpfe auf dem Buckel. Das ist wenig für einen Mann, der sich den nötigen Schliff bevorzugt in Matches und nicht beim Training holt.

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