Was am „Middle Sunday“ in Wimbledon wirklich geschah

Am „Middle Sunday“ wird auf dem heiligen Rasen in Wimbledon bekanntlich nicht gespielt – zumindest nicht wettkampfmässig. Die Profis lassen es sich aber nicht nehmen, ein paar Trainingseinheiten zu absolvieren. So auch an diesem Sonntag, als sich Federer, Nadal und Co. auf der ausgestorbenen Anlage über den Weg liefen…

Roger Federer schlägt ein paar Bälle mit Stefan Edberg, als Rafael Nadal und Onkel Toni den Trainingsplatz betreten.

Nadal (flüstert ehrfürchtig): „Roger kann mit diesem Idol trainieren. Er hat bestimmt das richtige Rezept gegen mich auf Rasen parat. Aber wahrscheinlich scheide ich ohnehin schon vor dem Halbfinal aus…“

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So stehen die Chancen von Roger Federer in Wimbledon

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Am kommenden Montag beginnt in Wimbledon das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Die Ausgangslage präsentiert sich dabei so offen wie schon lange nicht mehr. Wie immer, wenn in „SW19“ auf Rasen gespielt wird, gehört auch der siebenfache Champion Roger Federer zu den Favoriten. Doch wie gut stehen die Chancen des Baselbieters, am 6. Juli zum 8. Mal den Wimbledon-Pokal in die Höhe stemmen zu können, wirklich? LetsTalkTennis hat dazu sechs Schweizer Journalisten befragt. Experten, die sich in der Tennisszene bestens auskennen – und Federer allesamt auf der Rechnung haben.

René Stauffer (Tages-Anzeiger)

Ich war bisher 25 Mal in Wimbledon, und obwohl es überraschende Sieger gab (wie Becker 1985, Krajicek 1996, Ivanisevic 2001) siegten normalerweise Leute aus dem engeren Favoritenkreis. Geht man 2014 von diesem aus und wendet das Ausschlussverfahren an, ergibt sich folgendes Bild: Novak Djokovic verliert momentan die meisten Grand-Slam-Finals und ist nicht der geborene Rasenspieler. Rafael Nadal kommt auf Rasen seit Jahren nicht mehr richtig in Fahrt. Andy Murray steht als Titelverteidiger unter Druck und ist noch nicht ganz der Alte. Roger Federer zeigt momentan ungewohnte Schwächen, hat seinen Kopf vielleicht doch nicht ganz bei der Sache. Stan Wawrinka hat gesundheitliche Probleme und ist bisher kein Rasen-Champion. Womit wir schon beim Kreis von Leuten wie Dimitrov, Gulbis, Nishikori, Raonic und Berdych angelangt sind, also den stärksten Aussenseitern, alles noch keine Majorsieger. Wir sehen also: Es gibt keinen klaren Favoriten.

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Schlagabtausch: Nadal oder Djokovic in Paris?

Es ist bereits eine Weile her seit dem letzten Schlagabtausch. Deshalb freut es mich besonders, dass ich den ausgewiesenen Tennisfachmann Marco Keller für dieses „Battle“ gewinnen konnte. Einmal mehr heisst es in einem grossen Endspiel Rafael Nadal vs. Novak Djokovic. Wer wird in Paris in diesem Klassiker am Sonntag die Oberhand behalten? Marco und ich sind da unterschiedlicher Meinung…

Svenja Mastroberardino: Für mich war Novak Djokovic bereits vor dem Start des Turniers der grosse Favorit auf den French-Open-Titel. Daran hat sich auch in der Zwischenzeit nichts geändert. Ich bin überzeugt, dass er am Sonntag auf dem Philippe Chatrier den „Coupe des Mousquetaires“ in die Höhe stemmen wird. Auch wenn er im Halbfinal nicht vollends überzeugen konnte, wird er – nicht nur physisch, sondern vor allem auch mental – bereit sein. Wie schätzt du die Ausgangslage ein?

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2014: Federer-Fluch, Krankheiten und Bindungsängste

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Rund ein Drittel der Saison 2014 liegt bereits hinter uns. Was hat uns in den ersten Monaten des Tennisjahres beschäftigt? Was ist gleich geblieben? Wir wagen ein erstes kleines Fazit.

1. Rafael Nadal und Novak Djokovic sind bei den Masters-1000-Turnieren einfach nicht zu schlagen. Am Sonntag nach dem Miami-Final werden die beiden sämtliche 9 Titel unter sich aufgeteilt haben.

2. Tennisspiele schaffen es einfach nicht, pünktlich zu beginnen. Mit einer 15-minütigen Verspätung muss jeweils gerechnet werden.

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Roger Federer zaubert in Dubai

Nicht viele hatten auf ihn gesetzt, doch Roger Federer strafte seine Kritiker in Dubai einmal mehr Lügen. Der Schweizer gewann erstmals seit rund anderthalb Jahren wieder gegen den Weltranglisten-Zweiten Novak Djokovic und spielte dabei teilweise gross auf. Ob mit Passierbällen, sehenswerten Volleys oder brachialen Grundlinien-Krachern – es hatte von allem etwas dabei. Mit Punkten wie diesen realisierte Federer den Finaleinzug:

http://www.youtube.com/watch?v=Orgq0iVTBe4

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Novak, Vika & Co.: Wüste Beschimpfungen in Madrid

In den ersten Tagen des Masters-Turniers in Madrid hat sich schon so Einiges zugetragen. So sind mit Novak Djokovic und Victoria Azarenka bereits zwei Favoriten früh gestrauchelt. Was auffällt: Den Spieler/innen scheint die Höhenluft in der spanischen Metropole nicht allzu gut zu bekommen, Diskussionen mit dem Schiedsrichter und Beleidigungen sind derzeit an der Tagesordnung. Hier ein paar Beispiele:

1. Victoria Azarenka

Die Weissrussin gab nach einer mehrwöchigen Verletzungspause ihr Comeback. Nachdem sie in Runde 1 Anastasia Pavyluchenkova noch knapp besiegen konnte, kam gegen Ekaterina Makarova dann das Aus. Dies brachte Azarenka derart in Rage, dass sie zwischenzeitlich die Fassung verlor. Sie demolierte im zweiten Satz ihr Racket und weil sie zuvor bereits eine Warnung erhalten hatte, gab es einen Punktabzug. Daraufhin verlor die Weltnummer 3 die Fassung und attackierte Schiedsrichterin Mariana Alves mit den Worten: „Nach allem was du bereits getan hast, wie kannst du noch hier sein?“

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Davis Cup – I love it!

Ich muss ehrlich zugeben: Obwohl er zuletzt immer wieder in die Kritik geraten ist, mag ich den Davis Cup. Fünfsatz-Dramen, Überraschungen und neue Gesichter – es wird immer das volle Programm geboten. Das war auch heute so.

Zum Frühstück gab es für mich das Erstrunden-Duell zwischen Österreich und Kasachstan. Nun ja, es gibt attraktivere Starts in den Tag, aber warum nicht? Schliesslich machen die beiden Aussenseiter den Schweizer Viertelfinalgegner unter sich aus – vorausgesetzt natürlich, Wawrinka & Co. räumen Titelverteidiger Tschechien aus dem Weg. Dazu aber später mehr.

Also zu den Ösis. Sie gingen als haushoher Favorit ins Rennen – dies sahen auf jeden Fall die heimischen Medien so. Von den Gegnern wie Golubev und Korolev hat man offenbar noch nie etwas gehört. Auch Jürgen Melzer war zuversichtlich (Um es vorwegzunehmen: Es sollte sein letzter Tweet an diesem Tag sein):

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