„Sacre Bleu!“ – Ein explosiver Tennis-Sommer

Wer dachte, nach dem Grand-Slam-Turnier in Wimbledon einmal kurz durchatmen zu können, der irrte gewaltig. Noch selten waren die Wochen zwischen Wimbledon und den US Open derart turbulent wie in diesem Jahr. Überraschende Rücktritte, noch überraschendere Planänderungen und eine angeschlagene „Grande Nation“. Ein kleiner Rückblick auf den explosiven Sommer, der mit den US Open hoffentlich spektakulär zu Ende gehen wird.

1. Rücktritt von Marion Bartoli

„Mein Körper hält den Belastungen nicht mehr stand. Es ist Zeit für mich, zu gehen.“ Mit diesen Worten beendete Marion Bartoli am 15. August ihre Karriere. Gerade einmal fünf Wochen nach ihrem sensationellen Wimbledon-Triumph. Der (vorzeitige) Rücktritt mutet seltsam an. Die 28-Jährige gab ihren Entscheid nach der Niederlage gegen Simona Halep in Cincinnati bekannt – die Journalisten bei der Pressekonferenz konnte man an einer Hand abzählen. Weder das engere Umfeld noch ihre Vertrauten auf der Tour schienen über ihren Entscheid in Kenntnis gesetzt worden zu sein, wie dieser Artikel beweist. Einen neuen „Job“ hat Bartoli indes bereits: Sie wird bei den US Open als Expertin für Eurosport im Einsatz stehen.

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Stephanie Vogt: Fernab von Glamour und Millionen

„Woher kommst du? Aus Litauen?“ Es kommt nicht selten vor, dass Steffi Vogt Fragen dieser Art beantworten muss. Die 23-Jährige ist Liechtensteins beste Tennisspielerin und bringt mit ihrer Herkunft selbst erfahrene Referees ins Schwitzen. „Die Schiedsrichter wissen oft nicht, wie man mein Land ausspricht“, verrät Vogt, die Weltnummer 203. Es ist die Geschichte einer jungen Athletin, die nach zahlreichen Rückschlagen wieder auf die Erfolgsspur eingebogen ist und Liechtenstein zu einem Fixpunkt auf der Tennislandkarte machen möchte.

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