Was am „Middle Sunday“ in Wimbledon wirklich geschah

Am „Middle Sunday“ wird auf dem heiligen Rasen in Wimbledon bekanntlich nicht gespielt – zumindest nicht wettkampfmässig. Die Profis lassen es sich aber nicht nehmen, ein paar Trainingseinheiten zu absolvieren. So auch an diesem Sonntag, als sich Federer, Nadal und Co. auf der ausgestorbenen Anlage über den Weg liefen…

Roger Federer schlägt ein paar Bälle mit Stefan Edberg, als Rafael Nadal und Onkel Toni den Trainingsplatz betreten.

Nadal (flüstert ehrfürchtig): „Roger kann mit diesem Idol trainieren. Er hat bestimmt das richtige Rezept gegen mich auf Rasen parat. Aber wahrscheinlich scheide ich ohnehin schon vor dem Halbfinal aus…“

Toni (genervt): „Puta Madre! Hol dein Racket und mach dich endlich an die Arbeit. Du bist locker durch die ersten Runden gekommen, wo liegt dein Problem?“

Nadal (senkt den Kopf): „Nun ja, wenn ich nochmals unter geschlossenem Dach spielen muss. Du weisst ja, wie unwohl ich mich in geschlossenen Gebäuden fühle…“

Novak Djokovic und Boris Becker beobachten die Szenerie und können das Lachen kaum zurückhalten.

Djokovic (grinsend): „Rafa zu schlagen sollte in diesem Jahr kein Problem sein. Es ist mir noch immer ein Rätsel, wie ich in Paris gegen ihn verlieren konnte. Wimbledon hat richtig erkannt: Ich bin die wahre Nummer 1!“

Mama Djokovic (schreit aus dem Hintergrund): „Der König ist tot, hoch lebe der König!“

Boris Becker (richtet sich auf wie ein Pfau, klopft sich auf die Brust und schreit): „Idemooo!!! Djoko Family!!!!“

Mirka (fühlt sich gestört und wendet den Blick von ihrem Handy ab): „Halt die Klappe, Boris. Was führst du dich so auf? Ist schon eine ganze Weile her, seit Novak das letzte Mal etwas Grosses gewonnen hat. Unter dir schon gar nicht…“ (Mirka wendet sich schnell wieder ihrem Handy zu).

David Ferrer (schleicht komplett unbemerkt vorbei): „Etwas Grosses gewinnen… Davon wage ich nicht einmal zu träumen. Zwischen den Top 4 und mir liegen Welten. Mehr als eine…“

Wawrinka (schlendert zu Ferrer): „Ich habe auch nie davon geträumt, habe es aber trotzdem geschafft. Aber frag mich bitte nicht wie, ich hab keinen blassen Schimmer.“

Andy Murray (unterhält sich intensiv mit Amélie Mauresmo): „Ich habe eine ziemlich harte Zeit hinter mir, aber fühle mich wieder frisch und hungrig. Ich bin überzeugt, mit dir an meiner Seite den Coup vom Vorjahr wiederholen zu können.“ (Die beiden klatschen sich grinsend ab)

Tsonga (spöttisch): „Mit einer Frau in deiner Box, Andy? Ernsthaft? Mon dieu, all die Hormone…“

Berdych (erscheint verspätet und wie eine Litfasssäule beschriftet zum Training): „Tom ist da!“

Djokovic (leicht angesäuert): „Kaum zu übersehen, sorry, überlesen. Du bist über eine halbe Stunde zu spät…“

Berdych (entschuldigend): „Es war bislang definitiv noch zu dunkel, um Tennis zu spielen. Ich rede aus Erfahrung…“

Federer (gesellt sich lässig zur Gruppe): „Mach dir nichts draus, Tomas. Mich hat’s in letzter Zeit bei den Slams auch früh erwischt. Aber jetzt spüre ich: Mein bestes Tennis ist gleich um die nächste Ecke!“

Nadal (mit leiser Stimme): „Davon bin ich überzeugt, Roger. Du bist ohnehin die Nummer 1 in der Geschichte des Tennissports! Wenn du Wimbledon noch einmal gewinnst, werde ich weinen.“

André Agassi (mischt sich genervt ein): „Nein, nein und nochmal nein! Du bist der Beste, Rafa!“

Andrea Petkovic (kann sich kaum zurückhalten und ruft): „Raaaafaaaaaa!“

Djokovic (verwirrt): „Was soll das Andrea? Ich dachte, wir beide wären Freunde?“

Petkovic (summt und tänzelt): „I used to roll the dice, feel the fear in my enemy’s eyes, listen as the crowd would sing: „Now the old king is dead, long live the king…“

Jerzy Janowicz (wütend): „How many times, Andrea?? How many times???“

Serena Williams erscheint auf dem Platz, 10 Meter hinter ihr folgt Coach Patrick Mouratoglou, der unter der Last von Serenas Gepäck fast zusammenbricht.

Williams (im Vorbeigehen): „Lasst euch von uns nicht stören, wir sind auf dem Weg zum Flughafen. Ich bin ja nur noch eine durchschnittliche Spielerin… Fuck Mastermind!“

Stepanek (unterbricht sein Training urplötzlich): „Hat jemand „Fuck“ gesagt?“

Der Trainingsplatz leert sich in Windeseile…

2 Gedanken zu “Was am „Middle Sunday“ in Wimbledon wirklich geschah

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *