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Wimbledon-Führung: Federer testet neues Tool

Periscope ist derzeit in aller Munde. Die Livestreaming-App, die praktisch überall und sehr einfach eingesetzt werden kann, macht weder vor Musik- noch Sportevents halt. Nicht alle Veranstalter freuen sich über diese neue Technologie, können Besucher damit doch auf einfachste Weise Übertragungsrechte verletzen. Sprich: Live-Bilder senden, für die Fernsehstationen viel Geld hinblättern.

Dementsprechend kritisch steht man auch in Wimbledon Periscope gegenüber. Die Besucher werden inständig gebeten, jegliches Streaming von Live-Bildern via Smartphone zu unterlassen.

„Federer hat sofort zugesagt“

Der Veranstalter selbst weiss die Vorteile von Periscope aber sehr wohl zu schätzen – und zu seinen Gunsten einzusetzen. So führte am Freitagnachmittag niemand Geringeres als der 7-fache Wimbledon-Champion Roger Federer die Fans auf dem Gelände herum.

„Wir wollten es gerne mit Roger machen. Die Abmachung zwischen Wimbledon und seinem Team wurde vor rund einem Monat getroffen. Er hat sofort zugesagt, als wir ihm von unserer Idee erzählt haben“, erklärt Alexandra Willis, die Verantwortliche für digitale Inhalte in Wimbledon, gegenüber LetsTalkTennis.

„Roger war grossartig. Er hat den Fans tolle Einblicke gewährt und sehr gut auf die Fragen geantwortet“, sagt Willis weiter. Einziger Kritikpunkt – wenn überhaupt – sei gewesen, dass die User Federer zu wenig zu Gesicht bekommen hätten. Tatsächlich hatte der Schweizer hin und wieder Mühe, die richtige Einstellung zu finden. Dies machte Federer aber mit seinem Charme und viel Improvisations-Talent locker wett.

Wimbledon plant, Periscope auch im weiteren Verlauf des Turniers einzusetzen. Aber nur in gesundem Mass. „Wir möchten diese Technologie gezielt einsetzen und nicht einfach ohne zu überlegen ‚drauflos filmen‘.“ Der Vorteil von Periscope sei, Einblicke auf eine neue Art zu gewähren, die es bisher so noch nicht gab. „Es soll Spass machen und die Fans miteinbeziehen“, erklärt Willis.

Einzigartige Einblicke dank Federer

Auch Federer hatte sichtlich Spass am Experiment, das er zusammen mit Wimbledon-Generaldirektor Richard Lewis durchführte. So „störte“ er Lleyton Hewitt beim Training („Hey Lleyton, ich filme für Periscope!“), zeigte den Fans das prestigeträchtige „Clubhouse“ sowie den Weg, den die Spieler jeweils bis zum Betreten des Center Courts zurücklegen.

Die Periscope-Tour mit Roger Federer verpasst? Kein Problem, hier könnt ihr euch das Ganze ansehen.

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