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Wimbledon-Quali: Aufgepasst auf diese vier Spielerinnen

In Roehampton wird in diesen Tagen wieder um die begehrten Hauptfeld-Tickets für Wimbledon gekämpft. Nur wer drei Runden übersteht, darf nächste Woche auch bei den „Grossen“ mitmachen. Langweiliges Vorgeplänkel findest du? Von wegen! Gerade im Qualifikations-Tableau der Frauen finden sich interessante Spielerinnen, die ihre ganz eigenen Geschichten zu erzählen haben. Wir haben 4 für euch rausgepickt:

Katie Swan (WTA 866, 16 Jahre, Grossbritannien)

Der „Telegraph“ bezeichnete sie kürzlich als „Britain’s new tennis Queen“. Die 16-Jährige stand im Januar im Juniorinnen-Final der Australian Open und feierte kürzlich in Birmingham ihr WTA-Debüt. Seit ihr Vater vor zwei Jahren einen Job in Kansas angenommen hat, lebt und trainiert Swan in den USA. Im März gewann die Newcomerin aus Bristol beim mit 10’000 Dollar dotierten ITF-Turnier in Sharm El-Sheikh ihren ersten Profi-Titel. Die Augen der Fans und Journalisten dürften in Roehampton auf jeden Fall auf sie gerichtet sein.

https://twitter.com/Katieswan99/status/611527372731490304

Tamira Paszek (WTA 242, 24 Jahre, Österreich)

Genau 10 Jahre ist es her, seit die damals 14-jährige Tamira Paszek in Wimbledon erstmals so richtig für Aufsehen sorgte. Die Vorarlbergerin erreichte beim Juniorinnen-Turnier den Final, wo sie sich Agnieszka Radwanska geschlagen geben musste. Seither ist viel passiert. Paszek erreichte in Wimbledon zweimal den Viertelfinal (2011 und 2012), kletterte im Ranking bis auf Platz 26, fiel zuletzt aber aufgrund von Verletzungen und Krankheit weit zurück. Nun will sie wieder angreifen und am liebsten schon auf ihrer Lieblingsunterlage Rasen für Furore sorgen. Eine Qualifikation fürs Hauptfeld wäre alles andere als eine Überraschung.

(Paszek während der Wimbledon-Quali 2014 / © Christopher Levy)

Melanie Oudin (WTA 207, 23 Jahre, USA)

Die junge Frau aus Marietta (Georgia) hat keine einfache Zeit hinter sich. Vor etwas mehr als einem halben Jahr musste sich Melanie Oudin aufgrund anhaltender Herzrhythmusstörungen operieren lassen, an Profi-Tennis war zwischenzeitlich nicht mehr zu denken. Oudin verlor den Glauben jedoch nie und kämpfte verbissen um ihr Comeback. Vergangene Woche war es dann endlich soweit: Die Überraschungs-Viertelfinalistin der US Open 2009 kehrte beim ITF-Turnier im britischen Ilkley auf die Tour zurück und überstand dort die erste Quali-Runde. Dasselbe strebt sie nun in Wimbledon an. Die Freude, endlich wieder auf dem Court zu stehen, dürfte aber unabhängig vom resultatmässigen Abschneiden überwiegen.

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(Melanie Oudin während der Wimbledon-Quali 2014 / © Christopher Levy)

Sorana Cirstea (WTA 187, 25 Jahre, Rumänien)

Die Rumänin ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Im August 2013 erreichte Sorana Cirstea mit Platz 21 ihr bislang bestes Ranking, bei den French Open hatte sie 2009 die Viertelfinals erreicht. Zuletzt lief es „Sori“ aber alles andere als rund. Das erste Match in diesem Jahr gewann sie in der French-Open-Qualifikation, zuvor hatte die 25-Jährige 5 Auftaktpleiten in Serie kassiert. Dies hatte nicht zuletzt mit Schulterproblemen zu tun, die Cirstea in den vergangenen zwei Jahren beschäftigten. Nun ist die mit viel Power ausgestattete Rechtshänderin wieder schmerzfrei und will ihr unbestritten grosses Potenzial endlich wieder ausschöpfen. Am liebsten schon in Roehampton.

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(Sorana Cirstea in Miami 2013 / © Christopher Levy)

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